Startseite

Ansprechpartner

Werner Alex
Werner Alex

02175-8900-16
02175-8900-19
Hier finden Sie den richtigen Ansprechpartner für jedes Themengebiet.

Zum Glossar

Service Hotline

Unsere Service Hotline steht Ihnen montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr zur Verfügung.
02175-8900-0
Sie haben niemanden erreicht? Lassen Sie sich einfach von uns zurückrufen.
Rückruf-Formular

Schutz vor Rückstau

Der Städtische Abwasserbetrieb betreibt in Leichlingen die öffentliche Kanalisation. Infolge von starken Niederschlägen kann es in der Kanalisation jedoch zu einem Rückstau in die Grundstücksanschlussleitung kommen. Die in kurzer Zeit in erheblichen Mengen anfallenden Wassermassen können dann nicht schnell genug abfließen. Rückstau bedeutet, dass der Wasserspiegel im öffentlichen Kanal und im Grundstücksanschlusskanal bis zur Vollfüllung ansteigt.
Rückstau ist in öffentlichen Kanälen, wie bisher, auch in Zukunft unvermeidbar. Heutzutage werden die vorhandenen Kanäle auf Vollauslastung berechnet. Daher müssen die Grundstücksentwässerungsanlagen gegen schädliche Folgen von Rückstau durch sachgemäße Installation abgesichert werden.

Liegen Entwässerungsanlagen wie Bodenabläufe, Waschbecken, Waschmaschinen, Duschen u.ä. tiefer als die Rückstauebene (nächster höher gelegener Kanaldeckel), so müssen diese dringend gegen Rückstau gesichert werden. Ansonsten kann es zu unangenehmen Kellerüberflutungen kommen, für die der Eigentümer dieser Anlage haftet. Laut § 13 Abs. 6 der Entwässerungssatzung des Städtischen Abwasserbetriebes müssen sich Anschlussnehmer selbst gegen Rückstau sichern.
Kellerüberflutungen sind jedoch vermeidbar, wenn die Entwässerungseinrichtungen unterhalb der Rückstauebene entsprechend den technischen Vorschriften (besonders der DIN 1986 Teil - 100, der DIN EN 12056 und 13654) ausgeführt und betrieben werden. Dabei handelt es sich bei der DIN EN 13654 um eine sog. "Produktnorm", die festschreibt, wie Rückstauverschlüsse ausgeführt werden müssen und bei den DIN 1986 und DIN EN 12056 um Anwendungsnormen, in denen die Bedingungen für den Einsatz von Rückstauverschlüssen geregelt sind. In diesen Normen ist festgeschrieben, welche Art des Rückstauverschlusses (mechanischer Verschluss mit einem oder zwei selbsttätigen Verschlüssen, Rückstauverschlüsse mit Fremdenergie usw.) für welchen Anwendungsfall in Frage kommt (fäkalienfreies oder fäkalienhaltiges Abwasser, Niederschlagswasser).
Grundsätzlich gilt:
Schmutzwasser, das unterhalb der Rückstauebene anfällt, sollte der öffentlichen Kanalisation über eine automatisch arbeitende Abwasserhebeanlage zugeführt werden. In besonderen Fällen kann häusliches Schmutzwasser direkt abgeleitet werden, wenn die entsprechenden und funktionierenden Absperrvorrichtungen vorhanden sind.

Niederschlagswasser von Flächen unterhalb der Rückstauebene darf, soweit es nicht versickern kann, der öffentlichen Kanalisation nur über eine automatisch arbeitende Abwasserhebeanlage rückstaufrei zugeführt werden. Niederschlagswasser von kleinen Flächen, die unterhalb der Rückstauebene liegen, wie zum Beispiel Kelleraußentreppen, sollten versickert werden.

Wichtig:
Die Rückstausicherungen sind regelmäßig zu warten und auf ihre Funktion zu prüfen, damit diese im Ernstfall ihren Dienst nicht versagen.

Das Niederschlagswasser von Dachflächen (oberhalb der Rückstauebene) darf nicht über Rückstauverschlüsse geleitet werden. Ansonsten besteht bei geschlossenem Rückstauverschluss die Gefahr der rückwärtigen Überflutung des Kellers durch Niederschlagswasser.