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Was ist Starkregen?

Unter Starkregen versteht man Niederschlagsereignisse, die große Mengen Regen in kurzer Zeit bringen. Diese sind häufig räumlich sehr begrenzt und schwer vorhersagbar.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) definiert Starkregen wie folgt:

  • Regenmengen 15 bis 25 l/m² in 1 Stunde oder 20 bis 35 l/m² in 6 Stunde (markantes Wetter)
  • Regenmengen > 25 l/m² in 1 Stunde oder > 35 l/m² in 6 Stunden (Unwetter)

Es gibt also kurze, sehr heftige Regenereignisse, die typisch für den Sommer sind und häufig mit Gewittern einhergehen und Ereignisse, bei denen über einen längeren Zeitraum sehr viel Regen niedergeht. Beide typischen Ereignisse können aber auch gemeinsam auftreten.

In Leichlingen ist es neben anderen Ereignissen der Vergangenheit in den ersten beiden Juniwochen diesen Jahres zu extremen Starkregenereignissen gekommen, die beide jedoch unterschiredliche Charakteristiken aufwiesen:

Am 1. Juni 2018 fielen in ca. 12 Stunden knapp 80 mm Niederschlag. Das ist fast
die gesamte durchschnittliche Monatsmenge des Juni. Es traten im Verlauf des
Tages zwei sehr heftige, kurze Starkregenereignisse auf, die jeweils 20-25 l/m² in
weniger als einer Stunde mit sich brachten. Anschließend regnete es nach einer
kurzen Pause dauerhaft weiter: weitere 25 – 30 l/m² in ca. drei Stunden waren die Folge.

In der Nacht des 10. Juni 2018 ging ein Unwetterereignis im Stadtgebiet nieder,
das innerhalb einer knappen Stunde ca. 65 l/m² Niederschlag brachte. Extrem
heftig innerhalb kürzester Zeit.

Wie entsteht Starkregen?

Starkregen tritt in den Sommermonaten vor allem bei entsprechenden Gewitterlagen auf. Die warme Luft kann mehr Feuchtigkeit in Form von Wolken aufnehmen. Trifft diese Luft auf kältere Luftschichten, kondensiert das Wasser und ergießt sich auf kleinem Raum. Unwetter sind die Folge.

Macht der Klimawandel alles schlimmer?

Zumindest „gefühlt“ nehmen die Starkregenereignisse zu. Sei es, dass man selber betroffen ist oder Berichte in den Medien zunehmen. Statistisch ist die Situation schwer einzuordnen, denn einerseits erfolgt die Wetteraufzeichnung über lange Zeiträume, andererseits treten diese Ereignisse örtlich sehr begrenzt auf. Dennoch schätzt der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Situation so ein:

„Extreme Niederschlagsereignisse werden im Klimawandel [in Deutschland] mit hoher Wahrscheinlichkeit stärker werden und häufiger auftreten.“ (Guido Halbig, DWD Essen, FGM-Symposium 2017)

Es ist zu erwarten, dass die Winter feuchter und, bedingt durch die Klimaerwärmung, insbesondere im Sommer die Niederschläge stärker und häufiger auftreten werden. Wetterextreme werden voraussichtlich zunehmen.

Falls die Prognosen nicht stimmen und eine Zunahme nicht stattfinden sollte, schadet es trotzdem nicht, so gut es geht vorbereitet zu sein.