Startseite

Ansprechpartner

Marcus Branca
Marcus Branca

02175-8900-20
02175-8900-19
Hier finden Sie den richtigen Ansprechpartner für jedes Themengebiet.

Zum Glossar

Service Hotline

Unsere Service Hotline steht Ihnen montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr zur Verfügung.
02175-8900-0
Sie haben niemanden erreicht? Lassen Sie sich einfach von uns zurückrufen.
Rückruf-Formular

Begriffserläuterungen

Inspektion
Maßnahmen zur Feststellung und Beurteilung des Ist-Zustandes. Durch die optische Inspektion können im Wesentlichen
- Abzweige, Stutzen, Zuläufe,
- Hindernisse,
- Lageabweichungen,
- mechanischer Verschleiß, Korrosion,
- Verformungen,
- Risse, Brüche,
- Rohrverbindungen und Fugen,
- Undichtigkeiten,
- Infiltration
erfasst und qualitativ beurteilt werden.

Verfahrensgruppen (Kanalsanierung)
Die Kanalsanierung wird in drei Verfahrensgruppen unterteilt: Reparatur, Renovierung und Erneuerung. Nahezu alle Sanierungsverfahren benötigen Zugangsmöglichkeiten zu den Leitungen. Sind keine Schächte vorhanden, muss eine temporäre Baugrube oder ein Schacht erstellt werden, was zusätzliche Kosten verursacht. Es ist auch möglich, von einem Zugang im /am Haus (Revisionsöffnung) bis zum Hauptkanal zu arbeiten. Wenn aber auf dem Weg zum Hauptkanal Bögen und / oder Zuläufe vorhanden sind, kann eine grabenlose Sanierung nicht oder nur teilweise möglich sein. Hier ist eine sorgfältige Planung erforderlich.

Reparatur
Maßnahmen zur Behebung örtlich begrenzter Schäden.

Reparaturverfahren
Reparaturverfahren finden Anwendung bei örtlich begrenzten Schäden. Bei undichten Muffen, Rissen und schadhaften oder fehlerhaften Zuläufen kann man sehr gute Sanierungserfolge erzielen.
Bedacht werden muss allerdings, dass durch die Reparatur in angrenzenden Rohren neue Schäden auftreten können.

Renovierung
Maßnahmen zur Verbesserung der aktuellen Funktionstüchtigkeit eines bestehenden Rohrleitungssystems unter vollständiger oder teilweiser Einbeziehung der ursprünglichen Rohrsubstanz.

Renovierungsverfahren
Renovierungsverfahren kommen bei örtlich begrenzten, sich wiederholenden Schäden und umfangreichen Schäden zur Anwendung. Hierbei können einzelne oder auch mehrere, hintereinander liegende Haltungen (Kanalabschnitte zwischen zwei Schächten) in einem Arbeitsgang bearbeitet werden.

Erneuerung
Maßnahmen zur Herstellung neuer Kanäle, welche die Funktion der alten, außer Betrieb genommenen übernehmen. Dies kann an derselben Stelle durch Auswechselung der Rohre (Substanzzerstörung) oder an anderer Stelle (Substanzaufgabe) durchgeführt werden.

Erneuerungsverfahren
Die Erneuerung unterteilt sich in die grabenlosen Verfahren und die offene Bauweise. Letztere ist der konventionelle Rohrleitungstiefbau. Hierbei kann noch unterschieden werden nach Erneuerung mit Entfernen der alten Leitung (alte Leitung ausbauen, neue Leitung verlegen) und ohne Entfernen der alten Leitung (neue Trasse). Bei der grabenlosen Erneuerung kann das Pipe-Eating-Verfahren (Rohrvortrieb /Mikrotunneling) mit dem Entfernen der alten Leitung oder das Berstlining-Verfahren (Zerstörung und Verdrängung der alten Leitung in das umgebende Erdreich) zur Verlegung der neuen Leitung angewandt werden.

Instandhaltung
Maßnahmen zur Bewahrung und Wiederherstellung des Soll-Zustandes sowie zur Feststellung und Beurteilung des Ist-Zustandes von Kanälen.
Diese beinhalten Maßnahmen der
- Wartung,
- Inspektion,
- Schadensbehebung durch
- Instandsetzung,
- Sanierung oder
- Erneuerung.

Instandsetzung
Maßnahmen zur Wiederherstellung des Soll-Zustandes bei örtlich begrenzten Schäden.

Schäden
Im Sinne der Instandhaltung ist ein Schaden der Zustand, der eine im Hinblick auf die Verwendung unzulässige Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit bedingt oder erwarten lässt. Schäden können Undichtigkeiten mit oder ohne Grundwasserinfiltration, z.B. von Rohrverbindungen, Bauteilen oder Bauwerksfugen, Wandungen, Anschluss- und Übergangsbereichen sein.
Es kann zu
- Hohlräumen in der Leitungszone,
- Lageabweichungen, z.B. Abwickelung, Versatz
- mechanischem Verschleiß, z.B. Abrieb
- Korrosion (Innen- und/oder Außenkorrosion)
- Verformungen
- Rissen, z.B. Längs- oder Querrisse, Risse von einem Punkt ausgehend
- Scherbenbildung
- Rohrbruch (Fehlen von Rohrwandungsteilen)
- Einsturz
- Ablagerungen an der Rohrsohle kommen.
Des Weiteren können Wurzeln von Bäumen oder anderen Pflanzen durch Anschlüsse, Schadstellen oder Rohrverbindungen in die Rohrleitung einwachsen oder andere Hindernisse z.B. fremde Leitungen oder Kabel durchqueren die Rohrleitung.

Sanierung
Maßnahmen zur Wiederherstellung des Soll-Zustandes schadhafter Kanäle durch deren technische Veränderung unter Erhaltung ihrer Substanz z.B. Liner / Schlauchliner

Liner/Schlauchliner
Der fertig eingebaute und gehärtete Schlauch ist der Schlauchliner. Es entsteht ein muffenloses "Rohr im Rohr" (Liner), der am bestehenden Kanal formschlüssig anliegen muss und mit diesem verbunden sein kann.

Wartung
Maßnahmen zur Bewahrung des Soll-Zustandes.

Revisionsöffnung
Revisionsöffnungen erlauben den Zugang zu versteckten oder verkleideten Installationen, z.B. zu einer Rückstauklappe im Bereich der häuslichen Abwasserleitung. Revisionsöffnungen erleichtern somit die Wartung oder Reparatur der dahinter liegenden Installationen. Revisionsöffnungen sollten überall dort vorgesehen werden, wo es aus bestimmten Gründen erforderlich werden kann, ansonsten versteckte Rohre (z.B. Abwasser), zu warten oder zu reparieren, ohne damit die Verkleidung mechanisch zu zerstören.

Schachtsanierung
Die Schachtsanierung kommt nahezu bei jeder Sanierungsmaßnahme einer Leitung mit in Betracht und ist oft notwendig. Bei der Schachtsanierung werden das Gerinne (Sohle) und die Berme, die Steigeisen, die Schachtwände sowie die Abdeckung überprüft und gegebenenfalls saniert oder nur repariert.

Wasserdruckprüfung
Prinzip für die Wasserdichtheitsprüfung von Kanal, Anschluss und Schacht
Luftdruckprüfung
Prinzip für die Luftüberdruckprüfung und Unterdruckprüfung von Kanal und Anschluss