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Hochsommer...und Unwetter

23.04.2018

Nasse Füße in Leichlingen ?
Wir haben alle Bilder von überfluteten Straßen, Kellern und ganzen Landschaften vor Augen. Wir erinnern uns an die Hochwässer des Rheins, der Oder und der Elbe, aber auch kleinere Gewässer wie die Wupper können beängstigend anschwellen.
Starkregenereignisse können dazu führen, dass Straßen innerhalb kürzester Zeit überflutet werden, weil Sinkkästen sich zusetzen oder die hydraulische Leistungsfähigkeit der Kanalisation überschritten wird.

Wird es durch den Klimawandel schlimmer ?
Fachleute sagen vorher, dass die Wetterextreme zunehmen werden. Im Zuge des Klimawandels wird es auch im Bergischen Land zukünftig längere Trockenperioden im Sommer, nassere Winter sowie häufigere Unwetter mit Sturm, Hagel und Starkregen geben.

Wenn Starkregen zur Sturzflut wird
Wenn es - häufig gerade jetzt im Sommer - in sehr kurzer Zeit sehr viel regnet, fließt das Wasser überall. Die Aufnahmefähigkeit des Bodens, die der Dachrinnen und auch die der öffentlichen Kanalisation können dann schnell erreicht sein. In Folge können einerseits Geländetiefpunkte, Straßen und Grundstücke, überflutet werden, andererseits können Keller durch Rückstau aus dem Kanal volllaufen, wenn es in der privaten Abwasserableitung keine funktionierende Rückstausicherung gibt.
Die öffentliche Kanalisation konnte schon in der Vergangenheit nicht für jede bei einem Unwetter auftretende Regenwassermenge ausgelegt werden. Die Kosten für die Bürger wären nicht zu tragen, zumal im Stadtgebiet häufig auch der Platz für größere Kanäle fehlt. Die Kanäle werden heutzutage auf Vollfüllung ausgelegt, was zur Folge hat, dass es in den Kanäle zum sog. „Rückstau" kommt, weil das Wasser nicht schnell genug abfließen kann.

Wie sichere ich mich gegen „Rückstau" ?
Rückstau bedeutet, dass der Wasserspiegel im öffentlichen Kanal und im Grundstücksanschlusskanal bis zur Vollfüllung ansteigt. Rückstau ist in öffentlichen Kanälen wie bisher auch in Zukunft unvermeidbar. Daher müssen die Grundstücksentwässerungsanlagen gegen schädliche Folgen von Rückstau durch sachgemäße Installation abgesichert werden.
Liegen Entwässerungsanlagen wie Bodenabläufe, Waschbecken, Waschmaschinen, Duschen u.ä. tiefer als die Rückstauebene (höchster Punkt der öffentlichen Verkehrsfläche vor dem Grundstück), so müssen diese dringend gegen Rückstau gesichert werden. Sonst kann es zu unangenehmen Kellerüberflutungen, bei nicht unterkellerten Gebäuden, zu Überflutungen des Erdgeschosses kommen, für die der Grundstückseigentümer dieser Anlage haftet. Gemäß § 12 Abs. (6) der Entwässerungssatzung der Stadt Leichlingen hat jeder Grundstückseigentümer sein Haus gegen Rückstau zu sichern. Dabei sind die technischen Vorschriften (besonders der DIN 1986 Teil - 100 und DIN EN 12056) die der Ausführung und dem Betrieb zu beachten. Doch alleine mit der Installation einer Rückstausicherung ist es nicht getan, sehr wichtig ist es, diese regelmäßig zu warten und auf ihre Funktion zu prüfen, damit sie im Ernstfall ihren Dienst nicht versagt. Weitere Informationen zu Rückstau finden Sie an dieser Stelle.

...und oberflächlich zufließendes Wasser ?
Wie bereits gesagt, fließt das Regenwasser bei Starkregenereignissen „überall". Häufig führt es dabei noch große Mengen an Verunreinigungen, Erde und Schlamm mit sich. In Geländetiefpunkten können dann Gebäude durch Lichtschächte, Kellerfenster oder auch ebenerdige Türen betroffen sein. Hier gilt es, durch eine genaue Betrachtung des Einzelobjektes die Schwachpunkte eines Gebäudes herauszufinden. Kann ein womöglich ebenerdiger Lichtschacht erhöht werden ? Können Kellerfenster durch Glasbausteine gesichert werden ? Eine Beurteilung ist hier nur in Zusammenhang von Gebäude und Grundstück mit dem umliegenden Gelände möglich. Gegebenenfalls muss sich der Eigentümer auch hier fremder Hilfe z.B. durch Architekten oder Ingenieure bedienen. In kritisch gelegenen Gelände- und Gebäudesituationen ist die private Vorsorge unbedingt erforderlich.

Was kann ich noch tun ?
Eine Versicherung kann helfen. Es empfiehlt sich, den eigenen Versicherungsschutz zu prüfen und sich beraten zu lassen. Eine Elementarschadensversicherung, die die Schäden von Rückstau und Überflutungen durch oberflächlich zufließendes Regenwasser abdeckt, kann schnell ihr Geld wert sein. Gerade weil in der Vergangenheit die Risiken im Stadtgebiet von Leichlingen nicht besonders hoch eingestuft wurden, kann es jetzt vor dem Hintergrund des Klimawandels sinnvoll sein, eine entsprechende Elementarschadensversicherung abzuschließen. Bevor der Schadensfall eintritt oder die Versicherungsbeiträge aufgrund von der Häufung von Unwetterereignissen ansteigen.
Doch auch hier gilt: für eine Deckung z.B. bei Rückstau ist es erforderlich, eine funktionierende und regelmäßig gewartete Rückstausicherung eingebaut zu haben.

Falls Sie weitergehende Fragen zum Thema Starkregenereignisse und Schutz davor haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.