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Historisches

Von damals...

Bereits die alten Römer bauten zur Entsorgung Ihrer Abwässer Kanäle. Reste dieser Anlage sind in der Stadt Köln heute noch zu besichtigen. Auch in der Stadt Leichlingen wurde mit Beginn des 20. Jahrhunderts begonnen, Kanalbau zu betreiben. Die ersten Anfänge beruhten darauf, die so genannten Greuten zu verrohren, um den Gestank und die Ungeziefer zu vertreiben.
Quelle: Stadtarchiv
Die hier vorliegenden Aufnahmen aus dem Sommer 1929 zeigen den Bau des Kanals in der Brückenstraße (damals noch Opladener Straße). Im Jahre 1954 wurde er zum ersten Mal saniert.
Quelle: Stadtarchiv
Dieser Kanal erfüllte seine Funktion bis zum Jahre 1987. Anschließend wurde er im Zuge der Erschließung des Neubaugebietes Im Brückerfeld erneuert, um dem Zuzug der vielen Neubürger Rechnung zu tragen (die Bevölkerung ist in den Jahren 1933 bis 1984 von 8.081 auf 23.281 Einwohner angewachsen).
Quelle: Stadtarchiv
Im Jahre 1955 wurde der Hauptsammler im Bereich Büscherhöfen bis zum Friedrich-Überweg-Platz gebaut. Es wurde ein Zementkanal im Durchmesser von 1,30 m auf einer Strecke von über 925 m verlegt; die Baukosten betrugen seinerzeit 113.546,00 DM. Dieser Kanal musste ab dem Jahre 2001 durch den zusätzlichen Bau eines Stauraumkanals entlastet werden. Es wurde ein Betonkanal mit einem Durchmesser von 2,60 m und in Teilen von 2,20 m parallel zum vorhandenen Hauptsammler verlegt; die Baukosten hierfür sind deutlich höher als 1955 und betrugen ca. 17 Mio. DM.
Quelle: Stadtarchiv
Während des zweiten Weltkrieges und unmittelbar danach, in den Zeiten unter englischer Besatzung, wurden in Leichlingen Überlegungen angestellt, gegenüber dem Auslauf des Weltersbaches in die Wupper eine Kläranlage zu errichten. Die Baukosten seinerzeit waren durch den Wupperverband mit 200.000 Reichsmark geschätzt worden; hiervon waren 6% von der Stadt Leichlingen zu übernehmen. Die damals ansässigen Gewerbebetriebe hatten ebenso ihr Schärflein zum Bau der Anlage beizutragen. Hierbei wären z.B. für die Firma Simons & Frowein 100.000 Reichsmark, also etwa die Hälfte der Baukosten zu zahlen gewesen. Über die geplante Kläranlage wären die Abwässer von rd. 4500 Einwohnern und den Firmen Simons & Frowein, Römer sowie der Leichlinger Konservenfabrik zu entsorgen gewesen. Die seinerzeitige Verwaltung, an der Spitze der damalige Bürgermeister Hans Gerhard, hat in den Jahren 1940/41 umfangreiche Gespräche mit dem Wupperverband, dem Regierungspräsidenten in Düsseldorf und den ortsansässigen Firmen geführt um das Für und Wider einer eigenen Kläranlage zu untersuchen. Letztlich führten diese Untersuchungen zu dem Ergebnis, keine Kläranlage für Leichlingen zu bauen, sondern den Bau eines Sammlers nach Leverkusen in Angriff zu nehmen. Aus alten Statistiken aus dem Jahr 1947 geht hervor, dass 5,8 km Mischwasserkanäle vorhanden und 320 Häuser angeschlossen waren. Nicht am Kanal waren ca. 6800 Einwohner. Ausgenommen von diesen vg. Kanälen war die Anlage Am Schraffenberg, die im Jahre 1928 gebaut wurde. Die Abwässer wurden gesammelt und anschließend in einer offenen Rinne von einer Länge von mehr als 200 m in den Fluss geleitet. Dieser Zustand war nicht mehr zu dulden und so forderte der Wirtschaftsminister des Landes Nordrhein-Westfalen 1948 erstmals die Aufstellung eines Gesamtplanes für die künftigen Kanalbauten; heute nennt man es Abwasserbeseitigungskonzept. Im Jahre 1954 waren schließlich, nach Erstellung der Kanäle rund um das Stadtzentrum ca. 3.565 Einwohner an die Kanalisation angeschlossen. Diese Zahl stieg dann im Jahr 1958 auf 5.259 Einwohner an; bei einer Gesamtlänge des Kanalnetzes von rd. 12 km. Zu dieser Zeit waren jedoch 8.541 Einwohner nicht angeschlossen.

...bis heute

Der Städt. Abwasserbetrieb wurde zum 01.01.1992 durch den Rat der Stadt Leichlingen ins Leben berufen. Dazu wurde der gesamte Bereich der Abwasserbeseitigung aus dem Haushalt ausgegliedert und als eigenbetriebsähnlicher Betrieb mit eigenem Budget ausgestattet. Zum Zeitpunkt der Gründung des Abwasserbetriebes im Jahre 1992 betrug die Länge des Kanalnetzes 94,6 km. Heute liegt sie bei rd. 151 km und 98,4 % der Bevölkerung sind mittlerweile an das zentrale Kanalisationsnetz angeschlossen.